Die Frage, ob Stot­tern gene­tisch bedingt ist und durch einen fami­liä­ren Sprach­schwä­che­ty­pus „vor­ge­ge­ben“ ist oder ob Stot­tern durch trau­ma­ti­sche Erleb­nisse aus­ge­löst wurde, lässt sich nicht aus­rei­chend beant­wor­ten. Zudem gibt es noch den neu­ro­psy­cho­lo­gi­schen Erklä­rungs­ver­such, sowie das Stot­tern aus indi­vi­dual­psy­cho­lo­gi­scher Sicht.

Da es keine abschlie­ßen­den Ergeb­nisse und Ant­wor­ten zur Ursa­che gibt, ist es im Grunde uner­heb­lich, den Grund des Stot­tern zu suchen. Im Vor­der­grund steht die Arbeit und der Umgang mit dem Stot­tern.

In mei­ner lang­jäh­ri­gen Tätig­keit zeigte sich, dass die Wahl der The­ra­pi­ein­halte und The­ra­pie­me­tho­den nur ganz indi­vi­du­ell für jede Per­son erfol­gen kann. Stot­tern ist kein „iso­lier­tes Phä­no­men“- Stot­tern ist als per­so­na­les Gesche­hen zu sehen, ein­ge­bun­den in die Erleb­nis­sphäre der Per­son.

Nicht sel­ten ist Stot­tern ein Pro­blem, dass Aus­wir­kun­gen auf alle Lebens­be­rei­che hat. Das häu­fig über Jahre bestehende Rück­zugs­ver­hal­ten aus dem sozia­len Umfeld, Ver­mei­den von Situa­tio­nen etc. kann eine Per­son so stark ver­än­dern, dass Spon­ta­nei­tät und „Wohl­füh­len“ in der Gesell­schaft kaum mög­lich sind. Hier arbeite ich ansatz­weise mit Ele­men­ten aus der Indi­vi­dual­psy­cho­lo­gie. In man­chen The­ra­pien ist es rat­sam, sich pro­fes­sio­nell durch Psychotherapeuten/ Psy­cho­lo­gen beglei­ten zu las­sen.